Höchststand bei Mitgliederzahl

Veröffentlicht am 15.04.2019 in Presseecho

Gäubote vom 15.04.2019

Herrenberg: Die Wahlen im Mai sind das zentrale Thema bei SPD-Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Herrenberg im Klosterhof stand im Zeichen der Europawahl und der Kommunalwahlen.

Die Vorsitzenden Frank Däuber und Petra Menzel und Kassierer Joachim Ottmar fassten in ihren Rechenschaftsberichten die Aktivitäten im Jahr 2018 zusammen. Sieben öffentliche Mitgliederversammlungen zu einem breiten Themenspektrum von der weltpolitischen Entwicklung über die Bundespolitik bis zu lokalen Themen waren demnach gut besucht, ebenso wie die geselligen Veranstaltungen. Besonders erfreulich war die Entwicklung der Mitgliederzahl, die zum Jahresende mit 104 Mitgliedern einen Höchststand erreicht hat. Der Kreistagsabgeordnete Wilhelm Kern berichtete über den Neubau des Kreisklinikums und zur Entwicklung rund um das Herrenberger Krankenhaus. Von den Anwesenden begrüßt wurde die Absicht des Landkreises, auf dem Areal Wohnungsbau mit einem Anteil an Sozialwohnungen vorzusehen. Kern bestätigte „da weder der Landkreis noch die Stadt Herrenberg eine kommunale Wohnungsgesellschaft haben, sind sie bei der Realisierung auf private Partner angewiesen“. Keine Mehrheit habe die SPD-Fraktion in Sachen Sozialticket gefunden, das sie zusammen mit Grünen und Linken einführen wollte.

Philipsen thematisiert umstrittenes Parkhaus

Ausführlichen Einblick in die Arbeit der SPD im Gemeinderat der Gäustadt gewährte der Fraktionsvorsitzende Bodo Philipsen. Was das umstrittene Parkhaus in der Hindenburgstraße betrifft, erklärte Philipsen, die SPD-Fraktion habe den Antrag gestellt, sechs Alternativstandorte zu untersuchen. Das BayWa-Areal, wo 300 moderne Dienstleistungs-Arbeitsplätze entstehen sollen, bezeichnete Bodo Philipsen als ein „Filetstück in der ganzen Region“, da es direkt am Bahnhof liege. Diese Entwicklung verspreche auch eine Belebung für die Altstadt. Auch auf dem Aischbach-Areal, wo sich einst das Freibad befand, sollen in Zukunft Wohnungen entstehen. Der SPD-Fraktionschef: „Wir wollen moderne und ruhige Stadtquartiere schaffen.“ Stadtentwicklung und Wohnungsbau, intelligente Lösungen für den Verkehr und die Weiterentwicklung der Stadtwerke zu einem nachhaltigen Energiedienstleister seien Kernthemen im anstehenden Wahlkampf. Klimaschutz beginne vor Ort, und in allen drei Bereichen könne auf lokaler Ebene viel dazu beigetragen werden, so Philipsen.

Das wichtigste Projekt für ihn ist jedoch die Europa-Wahl am 26. Mai. Sie sei „die Schicksalswahl, die entscheidet, ob wir wieder in den Nationalismus zurückfallen“. In einem leidenschaftlichen Plädoyer appellierte er an alle Kandidaten auf den SPD-Listen sowie alle Mitglieder, sich persönlich für Europa einzusetzen.

Allgemeine Zustimmung fand laut Mitteilung der SPD ein Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Walter Fischer, der Ortsverein möge einen Vertreter der Landeszentrale für politische Bildung einladen, um die Zuhörer in Sachen Demokratie aufzuklären. Denn, so führte er aus, „ich habe den Eindruck, viele Leute wissen heute nicht mehr, was die Grundlagen der Demokratie sind“.

-gb-

 

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Leni Breymaier

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