Werden die Mühen plötzlich belohnt?

Veröffentlicht am 21.07.2018 in Presseecho
Sarah Holczer

Lokalpolitische Kolumne im Gäuboten vom 21.07.2018

Meine Meinung

Die aktuelle Diskussion um die Kindergartengebühren zeigt eines ganz deutlich: es ist wichtig für die eigenen Prinzipien und Positionen hin zustehen, zu kämpfen und auch manchmal laut zu verteidigen!

Das Zwischenergebnis: eine vorläufige Aussetzung der Gebührenerhöhung. Es hat sich gezeigt, dass vor einer Entscheidung unter anderem die Betriebskosten noch mal unter die Lupe genommen und transparent gemacht werden müssen. Klar ist für uns, dass die Landeszuschüsse jetzt endlich an die Eltern weiter gegeben werden.

Die Rückerstattung der Gebühren bei Schließzeiten durch Personalmangel und eine Sozialstaffel der Kosten beim Mittagsimbiss sowie die Regelung von Sozialermässigungen für Familien, die bisher durchs Raster fallen, sind ebenfalls zu klären. Diese Themen kommen nächste Woche auf die Tagesordnung. Was wir schon lange fordern, entdecken plötzlich CDU und freie Wähler für sich.
Anders als alle anderen Fraktionen fordern wir  solange Gebührenerhöhungen auszusetzten  bis wir das Ziel erreicht haben,  dass wir bei den Kindergartenbetreuungsgebühren mindestens im Mittelfeld der Nachbarkommunen liegen. Jeder Euro den wir nicht an Gebühren erheben hilft den Familien.  Ebenso werden wir uns dafür einsetzten, dass eine gute Qualität der Betreuung und gute Rahmenbedingungen für das Betreuungspersonal sichergestellt sind. Ein weites Feld, das es sich lohnt dauerhaft zu beackern und sich ernsthaft darüber zu unterhalten, was Qualität bedeutet und was Eltern, Kinder und Pädagogen darunter verstehen.  Dazu zählen auch die sozialen Ermäßigungen, die nun endlich nach langem Ringen kommen sollen, im nächsten Schritt in einer Sozialcard oder HerrenbergCard über alle kommunalen Bereiche hinweg. Damit soll ein unbürokratischer und niederschwelliger Zugang zu sozialen Ermäßigungen  ermöglicht werden.

Kurzeitig dachte ich, so viel Zeit, so viele die sich hier inhaltlich eingebracht haben, und unsere Argumente werden zwar gehört, aber sie kommen nicht an. So ist das oft mit der Meinungsbildung. Die vielen Informationen, die in den letzten Tagen und Wochen auf die Gemeinderäte eingeprasselt sind, wurden gehört, wahrgenommen und haben einen Prozess angestoßen. Ob  alle Gemeinderäte wirklich anfangen umzudenken wird sich noch herausstellen. Zumindest werden wir nun in Ruhe gemeinsam darüber nachdenken, wie wir mit den Erkenntnissen und  Informationen umgehen wollen.

Jetzt ist es an den Städten und Gemeinden,  den kommunalen Verbänden und Vertretern, beim Land hin zu stehen und laut und deutlich zu formulieren: Gebt die Gelder frei und setzt um, was im Koalitionsvertrag steht! Wir ersticken sonst in den Kosten! – Genauso wie es die Familien hier gemacht haben, braucht es deutliche Worte der Kommunen an Land und Bund. Das Land hat das Geld und die Möglichkeiten – ich werde weiter für die Entlastung der Familien kämpfen. Ich werde erst Ruhe geben, wenn die frühkindliche Bildung kostenfrei und ihr Bildungsauftrag anerkannt ist.

Unterm Strich kann ich sagen, es lohnt sich, kommunalpolitisch aktiv zu sein.

 

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Leni Breymaier

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