Imep im Stau

Veröffentlicht am 30.05.2018 in Presseecho

Lokalpolitische Kolumne im Gäuboten vom 30.05.2018

Meine Meinung

Von Petra Menzel, Vorsitzende SPD-Ortsverein Herrenberg

Verkehrsprobleme sind ein Dauerthema. Auch in Herrenberg wird lange und viel diskutiert, zahlreiche Ideen werden bewegt und manchmal von neuen Einsichten und Entwicklungen überholt. Die aktuelle Diskussion in der Stadt erweckt den Eindruck, dass es beim Thema Mobilität im Schneckentempo, immer wieder im Kreis und nicht spürbar vorangeht.

Der Erkenntnisbedarf zu den wesentlichen Verkehrsproblemen in der Innenstadt müsste eigentlich gedeckt sein. Nach dem Konzept für die „Westliche Innenstadt“ aus dem Jahr 2012 und den im Frühsommer 2015 von externen Verkehrsexperten vorgelegten „Verkehrsvarianten zur Entlastung der Innenstadt“ hat der Gemeinderat wesentliche Weichenstellungen in der Verkehrsplanung und zur Stadtentwicklung beschlossen.

Vor der Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen geht nun der „Integrierte Mobilitätsentwicklungsplan“ – kurz Imep – in die nächsten Runden, seit Anfang des Jahres flankiert von einem „Green Plan“ für saubere Luft, der parallel erarbeitet wird. Bis 2019 sollen Vorschläge vorliegen. Die Anstrengungen, die umweltfreundlichen Verkehrsarten besonders intensiv zu fördern, sind lobenswert. Fußgänger, Radfahrer und die Nutzer von Bussen und Bahnen haben in den vergangenen Beteiligungsprozessen viele praktikable Verbesserungsvorschläge gemacht, die unabhängig von der Entscheidung über die Führung des Autoverkehrs durch die Innenstadt rasch angegangen werden können. Zentralen Fragen wie die intelligente Platzierung von Parkhäusern, die den Durchfahrts- und Suchverkehr zwischen Hasenplatz und Seestraße verringern und einen autofreien Graben mit Aufenthaltsqualität und Atmosphäre ermöglichen, müssen entschieden werden. Der Umbau der Seestraße und eines Tages auch der Hindenburgstraße von einer Durchgangsstraße zu einer ansprechenden Innenstadtstraße, eine fußgängerfreundliche Gestaltung des Schick-Platzes mit dem Altstadteingang an der Bronngasse, Tempolimits in der Horber Straße und ein attraktives und innovatives Buskonzept sollten jetzt und nicht erst ab 2019 konkretisiert und zur Umsetzungsreife gebracht werden. Radwege können ab sofort Verbesserungen erfahren und zu einem attraktiven Netz zusammenwachsen. Der Ideenstau muss aufgelöst werden, damit es vorwärtsgeht.

Die Entscheidungen für diese ersten Schritte in Richtung einer menschenfreundlichen Innenstadt können getroffen werden, ohne dass die letzten Details der Ergebnisse aus Reallaboren, Aktivitätstrackings und Mobilitätsforen vorliegen. Verbesserungen im Detail werden immer erforderlich sein, solange sich eine Stadtgesellschaft weiterentwickelt.

Wichtige Weichenstellungen im Grundsätzlichen können und müssen mutiger entschieden werden. Dauerhaftes Fahren im Kreis verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung. Dauerhafte Runden um den heißen Brei lassen Herrenberg in einem schlechten Licht erscheinen. Das hat die Stadt nicht verdient.

 

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Leni Breymaier

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