Es brennt

Veröffentlicht am 31.01.2015 in Presseecho

Lokalpolitische Kolumne des Gäuboten vom 31.01.2015 von Sarah Holzcer
Sozialer Wohnraum ist Mangelware. Wer in Herrenberg wohnen will, muss kräftig in die Tasche langen.Wenn man dann an etwas Geeignetes rankommt, dann sind es fast ausschließlich Immobilien und Wohnungen zum Kaufen.
Doch was ist mit dem Wohnraum zum Mieten? Die neoliberale Idee, der Markt reguliert und steuert sich da selbst, ging komplett daneben. Noch schlimmer, sie hat die Wohnungsnot extrem verschlimmert. Es sind keine Einzelfälle, die händeringend nach Wohnraum suchen. Und da wo erschwinglicher Wohnraum zur Verfügung steht, wird selektiert. Wenn man hier ganz genau hinschaut, um wen es sich handelt und warum diese Mitbürger keinen Wohnraum finden, dann wird es teilweise duster und ekelhaft. Eine Alleinerziehende mit Kindern, Mitbürger mit Migrationshintergrund, die Oma mit der kleinen Rente oder Mitbürger mit besonderem Betreuungsbedarf, die will kaum ein Vermieter haben. So vorurteilsbelastet ist unsere Gesellschaft.
Die aktuelle Landesregierung hat dieses Problem bereits 2011 erkannt und entsprechende Landesförderprogramme aufgesetzt. Ganz aktuell kam die Mitteilung, dass diese in die Verlängerung gehen. Der Bund hat sich nun endlich auch diesem Thema angenommen. Die Möglichkeiten der Kommunen zur Schaffung von sozialem Wohnraum wurden erweitert und gestärkt. Herrenberg sieht sich in der Pflicht, hier entschieden etwas zu tun.

Das wurde auch in den Haushaltsreden deutlich. Der erste Schritt zu mehr sozialem Wohnraum wurde nun gemacht. Es wird geprüft, ob eine Wohnbaugesellschaft ein geeignetes Mittel hier in Herrenberg sein könnte, um dem Problem entgegenzuwirken. Diese Gesellschaft kann aus meiner Sicht mehr leisten, als lediglich den Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Sie könnte auch Wohnraum schaffen, der ökologisch und ökonomisch Modellcharakter hat, zum Beispiel im Neubaugebiet in Kayh und auch in Herrenberg-Süd. Das eine oder andere städtische Grundstück könnte direkt bebaut werden. Sie könnte das Gebäudemanagement bei Sanierungen im Bestand entlasten. Sie könnte sich durch Querfinanzierungen selbst tragen. Sie könnte so viel - in der Zukunft. Und ja, diese Gesellschaft würde regulierend in den Markt eingreifen. Doch unter uns, wem würden wir hier die Mieteinnahmen und die Gewinne nehmen? Kaum einem, denn sonst hätten wir das Problem der sozialen Wohnungsnot gar nicht.

Bis dahin bleibt die Lage prekär. Bis dahin müssen wir alle gemeinsam Ideen suchen, wie wir die Wohnungsnot ganz aktuell lindern können. Bis dahin appelliere ich an Vermieter, der alleinerziehenden Mutter und all denen, die so dringend eine erschwingliche Wohnung brauchen, eine Chance zu geben.

 

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